MAX-LINGNER-HAUS

 

Typ:                           Denkmalgerechte Sanierung des Gartens und der Terrasse mit Pergola
Ort:                           Straße 201, Nr. 2, 13156 Berlin-Pankow
Auftraggeber:            Max-Lingner-Stiftung
Bearbeitung:             Dr. Caroline Rolka, Eike Richter, Rike Kirstein, Kirsten Krepelin, Isabel Güntzel
Projektpartner:          Dr. Caroline Rolka, Gartendenkmalpflegerin
Leistungsphasen:      1-9
Zeitraum:                  2012
Bausumme:               166.000 EUR
Fläche:                      980 qm

 

Ziel des Entwurfs für den Garten des Max-Lingner-Hauses war die weitgehende Rückführung seines Erscheinungsbildes auf die 1951 nach Plänen Reinhold Lingners realisierte Konzeption.
Dabei sollte die charakteristische Differenzierung der Gartenanlage in den architektonisch gestalteten Wohnraum des ‚Patio‘ und dessen ‚landschaftliche‘ Fassung wieder erfahrbar gemacht werden. Voraussetzung für eine der Intention Lingners entsprechende Herausarbeitung dieser Konzeption war die ganzheitliche Bearbeitung des Gartendenkmals auf der einen Seite, sowie auch die Substanz schonende Integration heutiger Nutzungsansprüche, wie zum Beispiel die der Behindertengerechtigkeit.

Im Eingangsbereich des Gartens wurde eine neue Zaunanlage nach historischem Vorbild geschaffen und eine parallel dazu als Sichtschutz verlaufende Taxus-Pflanzung durch eine Hainbuchenhecke ersetzt. Die Eingangstreppe wurde entsprechend der ursprünglichen Fassung aus in Rollschicht verlegten Klinkern neu ausgeführt und die Treppe zur Garageneinfahrt unter Verwendung des im Bestand aufgefundenen Materials neu aufgebaut. Auf der Südseite des Grundstücks entstand ein zusätzlicher barrierefreier Zugang, der durch seine Materialität (Betonsteinpflaster) als Neueinbringung kenntlich ist.

Der das Wohnhaus mit dem Patio rahmende landschaftliche Gartenraum wurde entsprechend der ursprünglichen Konzeption als optisch abschirmendes Vegetationsbild aus standorttypischen Arten entwickelt. Um den Kontrast zum Gartenhof wieder stärker erlebbar zu machen, wurden nachträglich geschaffene Beetflächen sowie Gehölzaufwuchs entfernt und die frühere Bleichrasenwiese neu angelegt.

Fotos: Andrea Elsper; LA.BAR