THEMENGARTEN SÜDSEE zur INTERNATIONALEN GARTENSCHAU HAMBURG

 

Typ:                                 Themengarten
Ort:                                  Internationale Gartenschau 2013 Hamburg
Auftraggeber:                  Internationale Gartenschau Hamburg 2013 GmbH
Landschaftsarchitekt:      LA.BAR Landschaftsarchitekten bdla
Leistungsphase:              2-8
Bearbeitung:                   Rüdiger Amend, Heidrun Fehr, Rike Kirstein
Zeitraum:                        2011 - 2013
Bausumme:                     40.000 EUR 

 

In dem Buch Noa Noa (Duft) beschreibt Gauguin sein Leben auf Tahiti. Der Noa Noa Garten inszeniert die darin geschilderte Zerrissenheit zwischen der „Banalität des Europäischen“ und der Suche nach dem „Ursprünglichen“.
Die Grundstruktur des Gartens basiert auf einer tahitianischen Tatauierung. Die geschnittenen Eiben nehmen Bezug auf die französische Gartenkunst. Sie verweisen auf die europäische Kultur, der Gauguin entfliehen wollte, die ihm aber aufgrund der französischen Kolonialverwaltung und Missionare immer gegenwärtig blieb.
Die Auswahl der Stauden verweist auf Gauguins farbintensive Bildsprache. Als Maler sucht er nach dem direkten unverstellten Ausdruck: „Alles in der Landschaft verwirrte und blendete mich. Aus Europa kommend, war ich immerzu unsicher in der Wahl der Farben, überflüssige Bedenken quälten mich. Dabei war es so einfach, ganz natürlich ein Blau und ein Rot auf meine Leinwand zu setzen. In den Bächen bezauberten mich gold schimmernde Formen – warum zögerte ich all dies Gold und diesen ganzen Sonnenglanz auf meine Leinwand zu ergießen?

Fotos: Lichtschwärmer